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Vom Halm zum Glas – Ratsherrn setzt auf Rügen Braugerste!

Mit unserem Leuchtturmprojekt „Vom Halm zum Glas“ betreten wir, die Ratsherrn Brauerei aus Hamburg, in diesem Jahr Neuland und wollen unsere drängenden Fragen selbst beantworten: Wo kommen unsere Rohstoffe her? Wie viele Kilometer haben sie zurückgelegt? Welche Menschen waren an ihrer Herstellung beteiligt? Um eigene Antworten zu kreieren, haben wir uns auf den Weg gemacht – hin zu mehr Transparenz und Einfluss auf unsere Wertschöpfungskette – und weg von globalen Lieferketten, die intransparent und fragil sind.

Wir wollen zeigen, wo unser wichtigster Rohstoff – das Malz – herkommt und vor allem, wie wir entlang der Wertschöpfungskette unser Bier nachhaltiger und regionaler herstellen können. Unsere Vision dabei ist es, unseren Konsumenten zu zeigen, was es bedeutet, ein Naturprodukt herzustellen und zu genießen:

Vom Halm über die beeindruckende Natur der Gerstenfelder, vom Handwerk des Brauers und Mälzers, bis hin zum geschmacklichen Genuss – dem frischen Glas Bier – sind fünf Stufen der Wertschöpfung nötig.

1. Stufe: Gerstenanbau auf der Insel Rügen

Alles beginnt auf einer 160 Hektar großen Ackerfläche in Altefähr auf der Insel Rügen: Hier konnte Mitte März die Agrargesellschaft Süd-Rügen die Gerstensaat aussäen. Nach einer Vegetationsdauer von ca. 120 Tagen kann die Gerste dann voraussichtlich im August dieses Jahrs geerntet werden. Die Insel Rügen verfügt im Übrigen über beste Voraussetzungen für eine gute Ernte: Neben der frischen Küstenluft finden wir auf Rügen den sog. Morgentau, der nachts, wenn sich die Luft abkühlt, durch die Nähe zum Wasser entsteht. Für die Sommer-Braugerste hat der Morgentau eine wichtige Funktion: Er versorgt die Gerste regelmäßig mit Luftfeuchtigkeit - besonders relevant in Zeiten geringer Niederschlagsfälle. So wird die Pflanze am Morgen mit Tauwasser versorgt und erleidet dadurch weniger Hitzestress.

Nach der Ernte wird die Braugerste dann für den Vermälzungsprozess nach Hamburg transportiert.

2. Stufe: Rügen-Gerste wird zu Hamburg-Malz

In der nächsten Stufe wird die Rügen-Braugerste in der Mälzerei zu Malz verarbeitet. Hier arbeiten wir mit einem regionalen Partner, der St. Pauli Malz-Mälzerei aus Hamburg zusammen. Üblicherweise beziehen Brauereien ihr Malz vom Großhändler und die Herkunft der angebauten Gerste bleibt oft ungeklärt. Mit dem eigenen Anbau schaffen wir nun Transparenz und können u.a. nachvollziehen wie viele Kilometer unser Rohstoff zurücklegen musste, um zur Herstellung für unser Bier eingesetzt zu werden. Der gesamte Vermälzungsprozess dauert ca. 6-7 Tage. Nachdem unsere Gerste bei St. Pauli Malz zu Malz verarbeitet wurde, gelangt dieses in unsere rund 5 km entfernten Schanzenhöfe, wo dann der Herstellungsprozess für unser Ratsherrn Bier beginnen kann.

3. Stufe: Bierherstellung in den denkmalgeschützten Schanzenhöfen

In den Schanzenhöfen angekommen, verwenden wir die zuvor vermälzte Gerste zur Herstellung unserer Ratsherrn Biere. Durch den Anbau eigener Braugerste auf Rügen können wir unseren Malzbedarf zu ~ 90% durch Eigenbezug decken. Ein wichtiger Nebeneffekt ist die Verkürzung der Wege, die erst durch die Transparenz innerhalb der Wertschöpfungskette‚ Vom Halm zum Glas‘ deutlich wird, denn durch die geringe Entfernung von Rügen nach Hamburg verkürzen wir die Transportwege und sparen CO2 ein.

4. Stufe: Abgefüllt in eigener Abfüllanlage in Billstedt

In unserer 2020 jüngst eingeweihten Abfüllanlage in Hamburg füllen wir anschließend die Biersorten ab, damit sie dann direkt in den Handel und in die Gastronomie gelangen können. Eine hauseigene Abfüllanlage zu errichten war für uns ein weiterer Schritt hin zur 100%igen Identifikation mit der Stadt Hamburg, aber auch ein bewusster Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit, um unsere Versorgungs- und Produktionskapazitäten sicherstellen zu können. Zudem spart uns eine eigene Abfüllanlage Transportwege ein. So haben wir die Möglichkeit, mit nur 11 km Entfernung zwischen unseren Produktionsstandorten frisches, regionales und nachhaltiges Bier für Norddeutschland herzustellen.

5. Stufe: Hamburger Ratsherrn Bier mit viel Rügen Gerste drin…

Nach der Herstellung des Bieres in den Schanzenhöfen und der Abfüllung in unserer eigenen Abfüllanlage in Hamburg-Billstedt schließen wir die Wertschöpfungskette ab, indem wir das frische Glas Bier in der Gastronomie sowie die frisch abgefüllten Flaschen im Handel unseren Verbraucher/-innen anbieten können. Hier kann sich nun Jeder und Jede selbst ein Bild machen, wie frisches und regionales Bier schmeckt – Prost!

Nächste Schritte
Folgt uns für weitere Informationen und Updates rund um unsere Vision Vom Halm zum Glas auf dieser Webseite sowie über unsere Social-Media-Kanäle.

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